700 Arten gehören zur Kürbisfamilie und mittlerweile gibt es auch bei uns fast ganzjährig die verschiedensten Kürbisse.
Die Hauptsaison ist jedoch zwischen September und November wobei besonders der Monat Oktober dem Kürbis gewidmet ist. Wie auf unserem Spargelhof.
Das Comeback eines Gemüses
- Lange Zeit war er in Vergessenheit geraten: Seit kurzem feiert der Kürbis - nicht nur in der Küche - sein Comeback. Das anspruchslose Wintergemüse mit der dicken, festen Schale und dem milden, süßlichen Geschmack übersteht eine drei- bis viermonatige Lagerung ohne größere Qualitätsverluste und lässt sich problemlos zu köstlichen Suppen, Kuchen, Aufläufen und Chutneys verarbeiten.
Wie kam der Kürbis nach Europa?
- Schon Karl der Große befahl Anfang des 9. Jahrhunderts den Anbau des Kürbis auf den kaiserlichen Krongütern. Er wurde damals besonders wegen seiner medizinischen Wirkungen geschätzt. Aber halt! Kommt der Kürbis nicht aus Amerika, das Columbus ja erst 1492 entdeckte? Des Rätsels Lösung: Es gibt zwei grundverschiedene Pflanzen, die sich seit jeher "Kürbis" nennen.
- In Europa baute man schon lange vor Karl dem Großen den Flaschenkürbis an, den "cucurbita lagenarum". Er stammt aus Afrika und ist vor allem in Ägypten schon seit der Antike bekannt. Dort diente er nicht nur als Speise sondern wurde auch genutzt, um aus seiner getrockneten harten Schale Töpfe, Teller oder Trommeln herzustellen. Columbus entdeckte in Amerika den "cucurbita pepo" - unseren bekannten Gartenkürbis. Den Ursprung dieses Kürbisses vermutet man in den peruanischen Anden, wo er schon 5000 v. Chr. zusammen mit Bohnen und Mais auf dem Speiseplan der Indios stand. Bereits im 16. Jahrhundert begann der Gartenkürbis seinen Siegeszug quer durch Europa.
- Durch vielerlei Kreuzungen hat der Kürbis eine große Sortenvielfalt hervorgebracht: Kürbisse in grün, gelb, schwarz oder rot, große und kleine, mit glatter oder rauer Schale €¦ Nur ein kleiner Teil der heute über 700 bekannten Sorten ist essbar, die meisten dienen als Zierpflanze.
Warum ist der Kürbis so gesund?
- Kürbis ist wie Spinat und Möhre reich an Carotin. Carotinoide fangen sogenannte freie Radikale (die für Tumorbildung, Arteriosklerose, Herzinfarkt und andere Krankheiten mitverantwortlich sind) im Körper ab und wirken ihrer Entstehung entgegen. Carotinoide sind zudem nicht besonders hitzeanfällig.
- Kürbis enthält Vitamin C und die Mineralstoffe Kalium und Zink, beide sind wichtig für das Immunsystem. In Ländern, wo die Menschen viele Kürbiskerne essen, leiden Männer viel seltener an Prostatabeschwerden. Die Kürbiskerne (wie auch das öl) enthalten Phytosterine, die bei einem erhöhten Cholesterinspiegel positiv wirken.
Warum kann man die meisten Zierkürbisse nicht essen?
- Zierkürbisse enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitan und sind daher ungeniessbar. Beim Verzehr kommt es zu Durchfall und Magenbeschwerden. Die meisten Zierkürbisse werden als Mischungen, z.B. Autumn Wings, Indian Mix etc. angeboten.
Tipps rund um den Kürbis
- Beim Einkauf: Kürbisse wiegen schwer, sogar mehr als ihr Anblick vermuten lässt. Ein zu leichter Kürbis hat zu viele Kerne und zu wenig essbares Fruchtfleisch. Die Schale sollte unversehrt sein, denn schon kleine Druckstellen verkürzen die Haltbarkeit.
- Lagerung: Kürbisse mögen trockene, gut belüftete Plätze. Die ideale Temperatur sollte dabei zwischen 10 und 17°C liegen. Temperaturen unter 0°C vertragen Kürbisse nicht!
- Haltbarkeit: Kürbisse sind sehr lange haltbar und können problemlos 4-6 Monate gelagert werden. Angeschnittene Kürbisse sollten mit Folie abgedeckt werden und rasch verbraucht werden.









