Jubiläum - 15 Jahre Spargelernte bei Buschmann & Winkelmann in Klaistow

 

Der leckere Beelitzer Spargel wird auf unserem Spargelhof nun schon im 15. Jahr geerntet und im Jubiläumsjahr fiel der Startschuss dank des guten Wetters erfreulich früh.

 

Wie alles begann und wo wir heute stehen

Begonnen hat alles 1990 als wir, Jörg Buschmann und Ernst-August Winkelmann, im Rahmen einer Städtepartnerschaft zwischen Glindow und unserer Heimatstadt Rahden von der Tradition des Beelitzer Spargels erfuhren und 1991 auf 11 Hektar den ersten Spargel in Klaistow gepflanzt haben.

Unser Hof hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt, wobei bis einschließlich 2003 der Anbau und die Vermarktung des Beelitzer Spargels den einzigen Schwerpunkt bildete. Dies bedeutete auch, dass Kunden nur von Mitte April bis zum 30. Juni zu uns kommen konnten. Mittlerweile zählt unser Anbaubetrieb mit 360 Hektar zu den größten in Brandenburg und hat fast ganzjährig geöffnet, denn heute haben auch Erdbeeren, Heidelbeeren, Cranberries und Kürbisse bei uns Saison.

Gerade in den letzten Jahren erfreut sich unser Erlebnishof als Ausflugsziel vor den Toren Berlins wachsender Beliebtheit und ist inzwischen sogar überregional bekannt.

 

Von Jahr zu Jahr wuchs unser Familienbetrieb - ein Rückblick

Unsere Landwirtschaft ist - gerade auch vor dem Hintergrund der Osterweiterung - stark im Wandel. Konnte man früher "nur" Spargel verkaufen, so glauben wir, dass man heute über alle Produktionsstufen "vom Feld bis auf den Tisch" sowie über mehrere saisonal aufeinanderfolgende Kulturen in gläserner Produktion und über verschiedene Veredelungsstufen (Bäcker, Fleischer etc.) vernetzt alle Bereiche abdecken muss.

Im Herbst und Winter 2003/2004 haben wir daher erste Vorbereitungen getroffen, um den Hof übers Jahr länger öffnen zu können. Dies war durch den Erwerb des an unseren Hof grenzenden Waldes von der Treuhand möglich geworden. Dort haben wir Heidelbeeren und kanadische Cranberries gepflanzt und ein Naturwildgatter mit Schwarz-, Dam-, Rot- und Muffelwild angelegt.

Durch das Gehege und die Heidelbeeranlagen führen ausgeschilderte Wanderwege von 1,5 bis 5 km Länge. Hier gibt es auch einen Wild- und Wald-Lehrpfad, auf dem unsere Besucher auf vielen Infotafeln Wissenswertes zur heimischen Natur erfahren - z. B. wie die Eichhörnchen "telefonieren", ob der Hirsch ein Männliches Reh ist oder woher das Damwild seinen Namen hat.

 

Der Kürbis hält in Klaistow Einzug

Im Frühjahr 2004 haben wir dann beschlossen, den Kürbis als ein weiteres Standbein mit in unsere Produktion aufzunehmen. Kürbisse passen sehr gut in unser Gesamtkonzept und schließen unmittelbar an die Heidelbeersaison an. Bis dahin hatte dieses pfundige Gemüse allgemein wenig Beachtung gefunden, evtl. kannten noch die Älteren die Sorte "Gelber Zentner", der im Geschmack sehr fade war. Heute gibt es eine Vielfalt von über 600 Kürbissorten weltweit. Dies und auch Informationen darüber, was man mit Kürbis überhaupt so alles machen kann, wollten wir unseren Besuchern vermitteln - natürlich auch, um die Vermarktung anzukurbeln. Daher kamen wir auf die Idee einer Kürbisausstellung.

 

Unter fachkundiger Hilfe eines Schweizer Landwirtschaftsbetriebes bauten wir eine große Kürbisausstellung mit über 100.000 ausgelegten Kürbissen auf. In einer Sortenschau präsentierten wir 453 verschiedene Kürbissorten. über 30 verschiedene Sorten an essbaren Kürbissen und an Zierkürbissen stehen zum Verkauf, alle auf unmittelbar am Hof gelegenen Feldern angebaut.

Höhepunkt war sicherlich der Bau des großen Holzschiffes an der Auffahrt zum Hof, bei dessen Anblick nicht nur die kleinen Gäste staunen. Die Santa Maria ist ein Originalnachbau des Flaggschiffes von Christoph Columbus, mit dem er auf seiner vermeintlichen Reise nach Indien Amerika entdeckt und von dort die Kürbisse nach Europa gebracht hat.

Mit seinen 6 Wochen Saison ist der Kürbis bei uns zu einer richtigen "zweiten Spargelzeit" geworden.

Unsere Kürbisausstellung steht in ihrem 4. Jahr unter dem Motto "Kürbis, Cowboys und Komantschen". Ab dem 15. September bis zum ersten starken Frost Anfang November erwartet unsere Gäste eine herrlich bunte Kürbisranch und köstliche Kürbisgerichte. (Presseeröffnung: 13. September 2007)

 

Landwirtschaftlicher Betrieb und Ausflugsziel zugleich

Wichtig ist uns, dass unser Hof trotz aller Aktivitäten immer den Bezug zur Landwirtschaft behält. Dies erreichen wir unter anderem dadurch, dass wir Produkte aus eigenem Anbau und daraus hergestellte Köstlichkeiten wie unsere hofeigenen Marmeladen, Nudeln oder auch den prickelnden Kürbissekt und vieles mehr in unserer Marktscheune anbieten. Außerdem geben wir unseren Besuchern unmittelbar am Hof die Möglichkeit zur Selbstpflücke von verschiedenen schmackhaften Erdbeersorten (Mai-Juni), von Heidelbeeren im Wald (Juli-August) und den verschiedensten Sommerblumen (Juni-September).

Daneben halten wir es für unerlässlich die Produktion gläsern zu gestalten, d.h. den Besuchern Einblicke zu gewähren. Daher bieten wir zur Spargelsaison Betriebsführungen an. Hier können wir den Besuchern nahe bringen, wie aufwendig das Ernten des Spargels ist, das Waschen, die Sortierung, die Verpackung und Kühlung, bis er dann im Hofladen oder frisch auf dem Teller in der Spargelküche angeboten wird.

 

Nicht nur unsere Gäste danken uns den Schritt in die erweiterte öffnung des Hofes, auch unsere neuen Mitarbeiter. über 60 ganzjährige Arbeitsplätze konnten wir durch unser neues Konzept schaffen.

Wir sind sehr froh, dass unser Vorhaben geglückt ist. Es war keine Selbstverständlichkeit, dass die Besucher auch nach der Spargelsaison noch gern zu uns kommen.

 

Was erwartet Sie 2007 bei uns?

In die diesjährige Saison sind wir bereits am 29. März gestartet. Seitdem können die zahlreichen Besucher wieder täglich ab 8.00 Uhr auf unseren Hof strömen. Wie gewohnt wird unseren Gästen jeden Sonntag Live-Musik geboten. Aber auch neben einem abwechslungsreichen Programm für Jung und Alt gibt es bei uns viel zu erleben und einiges Neue zu entdecken, ob bei einem Spaziergang auf den Waldwegen durch das Naturwildgehege oder einem Bummel durch die Marktscheune, die Dekoscheune und entlang der zahlreichen Marktstände.

 

Auf die Kleinen warten schon der schöne Spielplatz mit Riesen-Hüpfkissen und die vielen Ziegen auf der begehbaren Streichelwiese. Selbstverständlich ist auf unserem Hof auch für das leibliche Wohl gesorgt, ob im Scheunenrestaurant, in der Holzofenbäckerei oder an einem der vielen Stände und zur Saison in unserem Spargelzelt bzw. in unserem Wald- und Heidelbeercafé.

Besonders freuen können sich unsere Gäste auf Nachwuchs bei den Wildschweinen und über noch mehr Grün auf unserem Hof. Geplant ist zudem die Errichtung eines spannenden Kletterwaldes am Rande des Naturwildgeheges und Erweiterung unserer Tiergehege. In direkter Nachbarschaft zur Santa Maria werden dann vom Aussterben bedrohte Haustierrassen wie Wollschweine, Sattelschweine, Bunte Bentheimer Schweine und Schafe der Rasse Skudde leben.

Doch auch Altbewährtes gibt es, so den Shuttle-Bus von Berlin/Rathaus Spandau und Potsdam. Er fuhr auch in diesem Jahr wieder zur Spargelsaison und vom 15. September bis zum 28. Oktober zur Kürbisausstellung zu uns auf s Land.

 

Oktoberfest am 25.09., 19-24 Uhr;
Country-Feste: 16.10. und 13.11.
(Der Kartenvorverkauf läuft!)
mehr Infos im Veranstaltungskalender
Das Wetter in Klaistow
Kasper-Frühstück
Naturwildgehege